Mit dir, Maria, singen wir

"Mit dir, Maria, singen wir" unterscheidet sich von allen anderen Marienliedern, bei denen die Singenden sich entweder an die Mutter Jesu mit ihren Bitten wenden oder in ihr Magnifikat-Lied einstimmen. "Mit dir, Maria, singen wir" vereint beides: Der Text von Eugen Eckert und Winfried Offele aus dem Jahr 1994 spricht Maria an und lädt zum Singen mit ihr ein.

 

Als Maria im ersten Kapitel des Lukasevangeliums die Botschaft des Engels hört, lobt sie Gott – Magnificat.

 

Das Lied nimmt einen augenblicklich mit hinein in Marias Situation und man will Anteil haben an ihrer Hoffnung. Auch ich will mich von dieser Hoffnung tragen lassen. Gerade in Zeiten, in denen ich Unsicherheit spüre – in denen Normalität fern scheint und Überforderung nah.

 

Maria spürt, dass Gott Großes mit ihr vorhat, dass Gott groß ist. Er wendet sich denen zu, die es schwer im Leben haben. Denen, die verfolgt und unterdrückt, von der Gesellschaft ausgegrenzt und übersehen werden.

 

Die Hoffnung aber ist auf den Tag gerichtet, an dem wir Menschen uns aus unseren sozialen Geflechten lösen und aus unserem Schubladendenken heraustreten. Der Tag, an dem durch Gottes Gegenwart alles spürbar neu wird. Auch dank Maria.

 

Vielleicht lässt uns in dieser Zeit der Anblick einer brennenden Kerze und dieses Lied etwas von dieser Hoffnung auf Heil spüren.

 

Mit dir, Maria, singen wir

 

von Gottes Heil in unsrer Zeit.

 

Uns trägt die Hoffnung, die du trugst

 

– es kommt der Tag, der uns befreit.

 

 

 

Hell strahlt dein Lied durch jede Nacht:

 

»Ich preise Gott, Magnificat.

 

Himmel und Erd hat er gemacht,

 

mein Gott, der mich erhoben hat.«

 

 

 

Du weißt um Tränen, Kreuz und Leid,

 

du weißt, was Menschen beugt und biegt.

 

Doch du besingst den, der befreit,

 

weißt, dass das Leben letztlich siegt.

 

 

 

Dein Jubel steckt auch heute an,

 

österlich klingt er, Ton um Ton:

 

Großes hat Gott an dir getan.

 

Großes wirkt unter uns – dein Sohn.

 

 

 

Hell strahlt dein Licht durch jede Nacht,

 

pflanzt fort die Lebensmelodie:

 

Es kommt, der satt und fröhlich macht,

 

der deinem Lied den Glanz verlieh.

 

 

 

Mit dir, Maria, singen wir

 

von Gottes Heil in unsrer Zeit.

 

Uns trägt die Hoffnung, die du trugst

 

– es kommt der Tag, der uns befreit.