Beten

WER BETEN WILL – DER BETET SCHON

 

 

In der momentanen Zeit ist es so wichtig, dass wir andere Wege finden uns zu verbinden, die uns gegenseitig aufbauen und stärken. Das kann ein liebes Wort, ein Lächeln sein, eine nette Geste, ein „DANKE“, Hilfe wo sie gebraucht wird oder auch ein Gebet sein, das die feinen Fäden der Liebe zwischen uns spinnt, die uns zu einem großen Ganzen werden lassen.

 

Es tut uns gut, wenn wir uns im Gebet vereinen.

 

Hier in unserem Dekanat wird dazu jeden Abend um 19.30 Uhr durch die Kirchenglocken aufgerufen und ich kenne mittlerweile einige Familien, die dann zusammen  beten.

 

„Wir zu Hause zünden eine Kerze an, auch unsere Kinder machen das zu Hause.

Wir denken aneinander und wissen, dass andere es auch tun. Während des Glockenläutens sind wir miteinander verbunden, auch wenn wir uns im Moment nicht sehen können.

 

Das tut uns allen gut“, erzählte mir neulich auch eine Bekannte.

 

Andere Familien versammeln sich um halb acht zum „Vater unser“, was vorher auch nicht auf der Tagesord-nung stand.

 

Beten macht uns Mut, gibt uns Hoffnung, Vertrauen und Halt. In Zeiten in denen man Angst hat oder verunsichert ist, haben wir ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit, als in unserem gewohnten Alltag.

 

Von der älteren Generation haben manche von uns sicher schon den Satz gehört: „D´Not lehrt d‘ Leut s´Beta“.

 

Mancher fragt sich: „Darf ich jetzt überhaupt beten, wenn ich das vorher nicht getan habe?“  Die Antwort ist einfach. „Natürlich darfst du das!“

 

Andere fragen sich vielleicht: „Beten, wie geht das eigent-lich? Finde ich die richtigen Worte?“.  Es gibt keine richtigen oder falschen Worte. Ich darf Gott alles erzählen, was ich auf dem Herzen habe.

 

Angst, Trauer, Freude, Dank, Wut, alles hat Platz in einem Gebet.

 

Beten ist auch stille werden und lauschen: „Was möchte Gott mir sagen?“.                                                     

 

Schicken wir unsere Lichtgedanken in die Welt und vergessen nicht „Danke“ zu sagen, wenn es uns gut geht, denn….

 

 

 

WER BETEN WILL – DER BETET SCHON.

 

In der Stille angekommen

 

Beten

 

In der Stille angekommen, werd ich ruhig zum Gebet.
Große Worte sind nicht nötig, denn Gott weiß ja, wie’s mir geht.

 

Danken und loben, bitten und flehn,
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit offnen Augen sehn.
Reden, hören, fragen, verstehn.
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit seinen Augen sehn.

 

 In der Stille angekommen,
 leg ich meine Masken ab.
 Und ich sage Gott ganz ehrlich,
 was ich auf dem Herzen hab.

 

 In der Stille angekommen,
 schrei ich meine Angst heraus.
 Was mich quält und mir den Mut     nimmt,                                          
 
all das schütt ich vor Gott aus.

 

Danken und loben, bitten und flehn,
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit offnen Augen sehn.
Reden, hören, fragen, verstehn.
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit seinen Augen sehn.

 

In der Stille angekommen,
nehm ich dankbar, was er gibt.
Ich darf zu ihm „Vater“ sagen,
weil er mich unendlich liebt.

 

Danken und loben, bitten und flehn,
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit offnen Augen sehn.
Reden, hören, fragen, verstehn.
Zeit mit Gott verbringen.
Die Welt mit seinen Augen sehn.

 

T: Christoph Zehendner; M: Manfred Staiger