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Wer kommt in den Himmel? - Gedanken zum Sonntagsevangelium

Lk 13,22-30

 

Wie kommt man da hin?

 

 

Die Antwort im Evangelium heute: 

Durch die enge Tür. 

 

Jetzt wird es also richtig eng. Nicht weit offen und alle können durchrennen, diesmla ist von einer engen Türe die Rede. "Viele werden es versuchen, hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen."

 

Was ist denn das für eine "Frohe Botschaft" ?!? 

 

Vielleicht hilft ein Blick auf die enge Tür: 

Wenn ich beladen bin mit allen möglichen Pakten, Rücksäcken und Taschen, dann passe ich durch keine solche Tür. Dann bleibe ich stecken. So ist das auch mit dem Kamel und dem Nadelöhr. Mit dick beladenen Taschen kommt weder das Kamel noch ich durch diese engen Türen und Tore. 

 

Durch eine enge Tür kommt man nicht, indem man andere wegdrängt. Nicht, weil andere auch da sind, kommt es zu Platzproblemen, sondern weil wir zu sperrig sind: 

  • Da ist der eine, der zu aufgeblasen ist und 
  • die andere trägt zu viel Stolz oder Vorurteile mit sich herum,
  • der eine hat einen zu dicken Kopf vor lauter Einbildung und
  • die andere hat ihre Handtaschen voll mit Animositäten gegenüber anderen.

Lieblosigkeit, Bitterkeit, Unnachgiebigkeit, Gier und vieles andere mehr macht uns zu dick für die enge Tür. Deshalb ist bisweilen ein schmerzhaftes Loslassen und auch ein mühevolles Abspecken angesagt.

 

Denn überall dort, wo Egoismus und Rücksichtslosigkeit herrschen, da ist weder Himmel noch Reich Gottes. Kämpfen wir also gegen unseren eigenen Größenwahn. Wir wissen ja und haben die Zusage: Die Tür ist offen für jede und jeden. Gott wartet auf Sie und auf mich und die Liebe, die wir leben. Darauf wartet ER und nicht auf all unseren angesammelten Plunder. 

Text: Susanne Tepel, Foto: Pixabay